Nachrichten - 31st October 2017
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parkrun – Eine großartige Erfahrung

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Ich bin schon immer gerne gelaufen. Wenn es mal stressig in der Schule ist oder ich mich einfach bewegen will, dann ziehe ich meine Sportsachen an, starte meine Uhr und laufe los. Meist einmal um den Rubbenbruchsee, der ganz in der Nähe von unserem Haus liegt. Vor allem am Wochenende ist dort viel los, weil sich der Park durch sein vielfältiges Aussehen auszeichnet. Als ich dann im September 2016 nach Nottingham, England ging, um mein Auslandsjahr zu starten, war natürlich alles neu für mich:  die Familie, die Schule und ich musste mir plötzlich eine neue Laufstrecke suchen, was sich aber als einfach erwies, da der Wollaton Park eine wunderschöne Kulisse bot.

 

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Im Oktober besuchte ich dann einen Freund meiner Mutter, der in Leicester wohnt und mir von den parkruns erzählte. Ich konnte mir kaum etwas darunter vorstellen, doch registrierte mich und stand zwei Wochen später bei meinem örtlichen parkrun in dem Stadtteil ,,Beeston“. Ich hatte nie erwartet, dass der parkrun eine solch gemeinschaftliche Veranstaltung ist und wollte unbedingt wiederkommen. Aus diesem einen Mal wurden 22 Mal, darunter ein parkrun in Schottland. Außerdem schloss ich nette Bekanntschaften und animierte meine halbe Gastfamilie und einige Freunde, auch zum parkrun zu kommen.

 

Ich konnte mir keinen Samstag mehr ohne den morgendlichen Lauf vorstellen. Das war der Grund, warum ich Mitte Februar einen der freundlichen Volunteers an meinem parkrun fragte, ob er Leute kenne, die mir helfen könnten, parkrun nach Deutschland zu bringen. Er selber konnte mir nur die E-Mail Adresse einer der parkrun Manager geben, sonst aber nichts Weiteres für mich tun. Einige Zeit verging, bis ich eine E-Mail von Tom Williams bekam, in der er mich zu der Kommunikationsplattform ,,Slack“ einlud. Es stellte sich heraus, dass nicht nur ich den Wunsch hatte, parkrun auch in Deutschland anzubieten, sondern auch Menschen aus ganz verschiedenen Städten. Ich konnte es kaum glauben und meine Gastmutter, die mit mir mit gefiebert hatte, freute sich gleich mit mir. Mein Gastvater versprach direkt, einen parkrun in Osnabrück zu machen, sobald ich es schaffe, parkrun auch in Osnabrück auf die Beine zu stellen. Man sollte dazu sagen, dass er nicht gerne läuft.

 

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Mit der Zeit ging alles so seinen Gang. Jeder in der Gruppe hatte neue Ideen und wollte etwas zu unserem Fortschritt beitragen und das hat sich bis jetzt nicht geändert. Im September dann kamen die Organisatoren James, Tom, Jakub und Paul aus England und Polen nach Deutschland, um sich verschiedene Strecken in den Städten anzuschauen. Sie liefen mit meiner Mutter und mir um den Rubbenbruchsee und waren sofort von der Landschaft begeistert.

 

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Die Strecke verläuft erst direkt am See entlang und dann in einen wunderschönen Wald, der bei jeder Jahreszeit in prachtvollen Farben erstrahlt. Zum Schluss endet die Strecke an einem netten Café direkt am Rubbenbruchsee. Das Café ist prima als Treffpunkt nach dem Lauf geeignet und bietet bei einer Tasse Kaffee oder leckerem Kuchen einen guten Blick auf den Rubbenbruchsee.

 

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Mit der Zeit finden sich immer mehr Volunteers, die ich hoffentlich auch bald mit dem ,,parkrun-Fieber“ anstecken kann, wenn es mir nicht schon gelungen ist. Ich kann immer noch nicht glauben, soweit gekommen zu sein und hoffe, dass wir viel mit den parkruns erreichen können. Ich wünsche mir, dass wir mit parkrun die Gemeinschaft Osnabrücks näher zusammen bringen können, denn Laufen verbindet. Vielleicht gelingt es uns auch einigen Leuten das Laufen schmackhaft zu machen. Parkrun ist für alle da, egal ob für Profisportler, Hobbyläufer oder Laufanfänger, das habe ich aus England mitgenommen.

 

Wenn auch ihr Lust habt, beim Rubbenbruchsee parkrun zu helfen, dann meldet euch einfach bei Clara Zagratzki unter deutschland@parkrun.com. Wir freuen uns jeden in unserem Volunteer-Team begrüßen zu dürfen, um zu Osnabrücks Gemeinschaft beizutragen.

 

Fot. Clara Zagratzki, Tom Williams, Rubbenbruchsee.eu

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