Nachrichten - 8th November 2017
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parkrun verzaubert Frankfurt…

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Dunja und ich waren früher beide parkrunner in Großbritannien – ich in Belfast und Dunja in Fulham Palace. Ich hatte eigentlich nur ungefähr 6 Monate bevor ich nach Deutschland gezogen bin richtig angefangen, mich bei parkrun zu engagieren. Als ich dann umgezogen bin, konnte ich gar nicht glauben, wie sehr parkrun mir gefehlt hat… Ich habe besonders meinen Einsatz als freiwillige Helferin vermisst. Ich glaube, nach so vielen Rennen bei denen die Helfer stundenlang, bei jedem Wetter an der Strecke gestanden und mich ermutigt hatten, war es Zeit, etwas an den Sport zurückzugeben, der mir über die Jahre so viel gegeben hatte.

 

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Meine Laufleitung vom Stormont parkrun in Belfast hat mir vorgeschlagen, dass ich mich melde und dabei helfe, parkrun in Deutschland auf die Beine zu stellen. Am Anfang war ich etwas nervös, weil ich nicht wusste, wie hinter den Kulissen alles funktioniert und wie ich da hereinpassen würde. Dann habe ich mich daran erinnert, dass das Laufen immer Teil meines Lebens ist und das seit 20 Jahren. Also warum nicht? Es war schwierig, meinen Platz in Deutschland zu finden und ich komme mir immer noch wie eine Touristin vor, obwohl ich über das Laufen schon viele tolle Leute kennengelernt habe. Ich glaube, parkrun wird mir wirklich helfen. Genauer gesagt: parkrun hilft mir jetzt schon, obwohl wir unsere Läufe noch gar nicht angefangen haben. Aber wir haben neue Freundschaften geschlossen, die sich über die kommenden Monate und Jahre weiter festigen werden. Schon jetzt wirkt der Zauber von parkrun hier in Frankfurt.

 

 

Was das Laufen angeht, sind Cathy und ich komplett verschieden. Sie läuft schon ihr ganzes Leben lang und ist richtig gut. Ich habe aufgehört zu laufen, als mich niemand mehr im Schulsport dazu gezwungen hat und konnte mit Ende 40 nicht für Geld und gute Worte um den Block rennen. Irgendwann ist dann mein Mann aus unserem Park in London gekommen und hat erzählt, er wäre auf einen sogenannten parkrun gestoßen. Das Ganze hatte einen netten Eindruck gemacht und er wollte es mal ausprobieren. Hatte mit Laufen zu tun, also habe ich mich erst mal nicht weiter dafür interessiert. Dann hat er jede Woche berichtet, wie freundlich alle sind, wie bunt die Teilnehmer gemischt sind und dass es immer Leute gibt, die einen Teil der Strecke oder auch den ganzen Weg gehen. Da bin ich dann doch neugierig geworden und habe den parkrun mal selbst ausprobiert. Bei meinem ersten Lauf ist mir nach ein paar hundert Metern die Puste ausgegangen und ich bin den Rest der Strecke gegangen. Ich habe 53 Minuten gebraucht und weiss bis heute nicht, ob ich an dem Tag die langsamste Teilnehmerin in unserem Park war – es war egal.

 

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Aber ich bin dabei geblieben. Ich habe gesehen, wie soviele andere Leute die 5km laufen und gedacht, das sollte ich auch können. Also habe ich mir kleine Etappen vorgenommen – ein Stück laufen, ein Stück gehen. Und irgendwann konnte ich dann 5km durchlaufen. Nicht schnell, aber ohne Probleme. Das habe ich parkrun zu verdanken, alleine hätte ich es nie trainiert. Ich brauche den festen Termin am Samstagmorgen, die bekannten Gesichter, Leute, die sich gegenseitig motivieren und einen kleinen Schwatz im Park halten. So macht mir Laufen Spaß.

 

 

Als es Zeit wurde, Großbritannien zu verlassen und zurück nach Deutschland zu ziehen, wusste ich, dass ich parkrun richtig vermissen würde. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich mithelfen konnte, parkrun in Deutschland zu organisieren. Da sind Cathy und ich uns einig: Wir haben schon jetzt viele nette Leute kennengelernt und neue Gegenden entdeckt. Und wir freuen uns beide riesig auf parkrun in Frankfurt!

 

Fot. Bridgit Fastrich , Cathy Hopkins, David Sweeney

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