Nachrichten - 15th November 2017
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Die besten Dinge im Leben sind unbezahlbar

KaterinaBragin1

Das hier ist Katerina Bragin mit ihren sechs Kindern beim parkrun in Maidstone. Wir haben Katerina gebeten, uns zu erklären, welche Auswirkungen parkrun auf ihre Familie hatte, und sie gefragt, ob sie ein paar Tips für uns hat, wie man parkrun in den Familientrubel integrieren kann.

 

Vor Kurzem habe ich einen besonderen Milestone erreicht: Zwanzig Jahre, nachdem ich von Moskau nach London gezogen war, um kurz dort zu arbeiten und so meinen Doktortitel zu finanzieren. Es stellte sich heraus, dass es doch nicht so kurz sein sollte: Ich traf dort meinen jetzigen Mann, Greg, und 2001 kam Alex zur Welt.

 

Ich hatte damals auch nicht erwartet, dass ich vierzehn Jahre später immer noch Kinder bekommen würde, aber genau das ist passiert. James, unser sechstes Kind, wurde 2015 an unserem Hochzeitstag geboren.

 

Ich habe zum ersten Mal von parkrun gehört, als eine Freundin, die selbst auch Kinder hat, vorschlug, dass meine Kinder und ich es einmal ausprobieren sollten. Bereits am folgenden Samstag hatte es uns erwischt. Bevor ich mit parkrun anfing, war ich noch nie weiter als drei Kilometer gelaufen, und das war noch zu Schulzeiten, also sprach mich die Herausforderung schon an, bevor ich es überhaupt ausprobiert hatte. Als wir zum ersten Mal zu unserem parkrun in Maidstone kamen, fühlten wir uns sofort willkommen – und entdeckten auch viele bekannte Gesichter in der Menge.

 

Ich bin ziemlich gut in Zeitmanagement. Bei der Größe unserer Familie muss ich das auch sein. Der Samstagmorgen ist also auf die Minute genau geplant. Ich bin so dankbar dafür, wie mich mein Mann unterstützt! Er weiß, wie wichtig mir parkrun ist und hilft mit dem Frühstück und fährt die Kinder zum Sport, während ich laufe. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es ist nicht leicht, alles unter einen Hut zu bekommen, aber es ist möglich. Mein Tipp: Die Laufsachen schon am Abend vorher zurechtlegen.

 

Es hat mir viel Spaß gemacht, zusammen mit meinen Kindern bei parkrun zu helfen, als ich schwanger war. Das ist uns sehr wichtig. Mein Mann ist ein ehemaliger Marathonläufer und hilft regelmäßig bei parkrun und anderen Läufen. Wir finden es wichtig, etwas an die Gemeinschaft zurückzugeben, und sind unglaublich stolz auf unseren ältesten Sohn Alex (er ist Autist – ein großes Dankeschön an parkrun Maidstone für die Unterstützung), der seit September jeden Samstag bei der Ausrichtung geholfen hat.

 

Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem unsere Familie zusammen zum ersten Mal zum parkrun gegangen ist. Ich habe keinen Zweifel daran, dass parkrun eine große Rolle dabei spielt, dass meine Kinder sportlich so aktiv sind. Maria und Maxim sind regelmäßig bei Läufen dabei, die achtjährige Christina hat kürzlich an einem Laufwettkampf teilgenommen und der vierjährige Andrey erzählt in der Schule, dass er Läufer werden möchte, wenn er groß ist.

 

Ich persönlich mag es einfach, sportlich aktiv zu sein und mich stark zu fühlen. Ich bin ziemlich fit für mein Alter. Vor kurzem war ich bei einer Veranstaltung in Paris, wo wir jeden Tag fast fünfundzwanzig Kilometer gewandert sind. Ich wurde nicht einmal müde! Ich bin mir sicher, dass das am parkrun liegt, meine Ausdauer wird jeden Samstag besser.

 

Ich habe schon ziemlich viele Freunde dazu gebracht, parkrun auszuprobieren, und die meisten davon sind jetzt jede Woche dabei. Manche hier in Maidstone, und manche in Moskau, wo es mittlerweile auch einen parkrun gibt.

 

Man sagt doch immer “Das Beste im Leben ist unbezahlbar.” parkrun ist ein weiterer Beweis dafür. Du musst nicht besonders schnell laufen. Du musst sogar überhaupt nicht laufen (du kannst einfach gehen, wenn das dir lieber ist)… Du musst es einfach einmal ausprobieren und dann schauen, wo es hinführt. Wer weiß, vielleicht verändert es nicht nur deinen Samstagmorgen, sondern dein ganzes Leben!

 

Es hat drei Jahre gedauert, bis ich eine neue persönliche Bestzeit erreichte (was wahrscheinlich auch an Baby Nummer sechs lag), aber ich habe es geschafft. Ich erinnere mich noch gut an meine anderen Milestones, zum Beispiel, als ich es zum ersten Mal geschafft habe, durchzulaufen, das Seitenstechen und die schweren Beine ignoriert habe und es sogar noch geschafft habe, einen Zielsprint hinzulegen.

 

Sechs Kinder großzuziehen ist nicht leicht, und es ist oft schwierig, alles so zu organisieren, dass ich Samstagsmorgens zum parkrun kann, aber ich werde weiterlaufen. Es gibt mir einfach Energie, ich fühle mich super, und es ist eine tolle Gelegenheit, sich zu bewegen. Am allerwichtigsten ist aber, dass ich einfach so gerne mit meinen Freunden laufe. Ich freue mich schon auf meine nächste persönliche Bestzeit!


Katerina Bragin

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