Nachrichten - 12th September 2018
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COИTRA – Mein neues Projekt

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In den letzten beiden Jahren habe ich mich aus dem normalen Betrieb von parkrun zurückgezogen. Ich habe an einem neuen Projekt gearbeitet, das zwar unabhängig von parkrun ist, zu dem mich jedoch hunderte Gespräche, die ich in den vergangenen 14 Jahren überall auf der Welt mit Leuten bei parkrun geführt habe, angeregt haben.

 

Ich wollte immer, dass parkrun inklusiv ist. Dass parkrun unterstützt und ermutigt. So viele Hindernisse, die der körperlichen Betätigung im Wege stehen, wie möglich einreißt. Und ich bin wahnsinnig stolz auf das, was wir zusammen bei parkrun erreicht haben: Die größte Laufveranstaltung der Welt, die sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlergehen von bisher mehr als drei Millionen Menschen ausgewirkt hat.

 

Ein Hindernis gibt es jedoch immer noch. Eins, dass wir mithilfe von parkrun noch nicht überwinden konnten.

 

Zu oft schließen Sportmarken Menschen aus, ehe diese die Möglichkeit hatten, anzufangen. Sie stellen Kleidungsstücke her, die nur für die durchschnittliche Person gemacht sind und wenn sie größere Größen anbieten, dann nennen sie diese unsensibel „Übergrößen“. Noch schlimmer ist, dass das Design unterschiedliche Körperformen gar nicht berücksichtigt und die Kleidungsstücke daher wenig schmeichelhaft aussehen oder überhaupt nicht passen.

 

Beunruhigend ist, dass die Herstellung der Kleidung in vielen Fabriken im Fernen Osten oft unter extrem ausbeuterischen Bedingungen und unter Anwendung fragwürdiger Praktiken erfolgt und die niedrigsten Löhne gezahlt werden, wodurch die Arbeiter gefährlichen Bedingungen ausgesetzt sind. Das ist ein Gedanke, bei dem mir immer unwohl war.

 

Die Rolle, die diese Marken bei der Gestaltung eines anerkannten Image einer aktiven Person spielen, ist enorm. Die Nachricht, die sie uns mit ihrer ständigen Werbung übermitteln, ist, dass wir uns mehr anstrengen, mehr schwitzen und uns weiter antreiben müssen, wenn wir wie die fitten, gut trainiert aussehenden und „wunderschönen“ Menschen in ihrer Werbung sein wollen. Die Schlussfolgerung ist, dass, wenn körperliche Aktivität uns nicht leicht fällt oder uns nicht unbedingt liegt, es wahrscheinlich daran liegt, dass wir uns einfach nicht genug anstrengen.

 

Und für all das – einen Prozess, der ausbeuterisch ist, ein Produkt, das nicht inklusiv ist und Werbung, die uns eher beschämt als unterstützt – sollen wir einen Spitzenpreis zahlen: Weil uns glauben gemacht wird, dass wir nur fitter und glücklicher werden können, wenn wir uns diesem Credo beugen. Das nicht zu tun, heißt, wir sind faul, nicht fit und unglücklich — und daran sind nur wir selbst schuld.

 

Die Gespräche mit hunderten von Menschen in den letzten 14 Jahren haben mich darin bestärkt, wie schädlich dieser Ansatz für das Selbstbewusstsein und die Motivation derjenigen ist, die gerade erst ihre ersten aktiven Schritte machen. Es ist ein Hindernis und ein Hindernis, das ausschließlich auf Kosten der normalen Menschen für den Gewinn von Großunternehmen besteht.

 

Aber was wäre, wenn es einen anderen Weg gäbe?

 

Was wäre, wenn es eine Sportmarke gäbe, deren Kleidungsstücke ethisch vertretbar sind, aus qualitativ hochwertigen Materialien und mit bestem Design in europäischen Fabriken hergestellt werden und die den Arbeitern einen fairen Lohn zahlt? Ein Sortiment in Größen, die passen, ohne geschlechtsspezifische Farben, mit Werbung, die unterstützen und verstehen will, die nicht beschämt und nicht herablassend ist. Und deren gesamter Profit an parkrun geht.

 

Das ist das Projekt, an dem ich gearbeitet habe und von dem ich hoffe, dass es mehr Menschen helfen wird, daran zu glauben, dass Sport treiben und aktiv zu sein genauso etwas für sie sein kann, wie für jeden anderen; ein Projekt, welches alle Menschen gleichermaßen respektiert — sowohl die Menschen, die die Kleidung herstellen, als auch die, die sie tragen.

 

Großunternehmen haben die mangelnde Nachfrage ständig als Grund dafür genutzt, um Entscheidungen zu treffen, die ihrer eigenen Rentabilität zugute kommen. Ich glaube seit einiger Zeit, dass eine Marke, die den Menschen vor den Profit stellt, funktionieren würde und ich das wollte ich ausprobieren.

 

COИTRA

 

Ich freue mich, Euch mitteilen zu können, dass ich kurz davor bin, eine neue Marke herauszubringen, die all das tut. Es ist ein persönliches Anliegen, welches durch meine Frustration angesichts der inakzeptablen Ungerechtigkeit, angetrieben wird: Dass Sportmarken immer noch die Mehrheit der Menschen von körperlicher Aktivität ausschließen. Ich möchte eine Sportmarke schaffen, die für Inklusivität und Fairness steht.

 

Wir erwarten, dass wir noch in diesem Monat das erste Testsortiment herausbringen werden. Wir beginnen als Versuch mit einem kleinen Angebot, um zu sehen, ob es für das, woran ich glaube, einen Markt gibt. Zum Sortiment gehören kurzärmlige, langärmelige, base-layer Funktionsshirts, Leggings, 3/4 Sporthosen, Tanktops, T-Shirts aus Baumwolle und ein Kapuzenpullover – alle in 10 Größen für sowohl Männer als auch Frauen.

 

Ich freue mich sehr über dieses Projekt und kann es kaum erwarten, Euch mitzuteilen, wann der Shop online geht.

 

Ihr könnt Euch über die Webseite für E-Mail-Benachrichtigungen anmelden und CONTRA auf Twitter, Facebook und Instagram olgen, um auf dem Laufenden zu bleiben.

 

Vielleicht haben die etablierten Sportmarken recht. Vielleicht ist es einfach unmöglich, eine Sportmarke mit all den Werten, für die ich mich einsetze, zu schaffen und zu erhalten. Auf jeden Fall ist es bisher noch nie gemacht worden.

 

Aber ich möchte es versuchen.

 

Und ich hoffe, dass Ihr mitmachen werdet.

 

#movementforeveryone

 

Paul Sinton-Hewitt, CBE

 

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