Nachrichten - 1st May 2019
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Unsere parkruns: Hasenheide (Berlin)

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Seit Januar 2018 findet der parkrun in Berlin statt. Die Standortleitenden, Grit Pötzscher und Andy Brian, geben uns ein paar Einblicke …

 

Wir kennen parkrun beide aus Großbritannien. Andy lief seinen ersten parkrun 2012 und ist seitdem, wenn er seine Familie auf der Insel besucht, beim Arrow Valley parkrun dabei. Ich lief meinen ersten parkrun Ende 2014 in London beim Burgess parkrun und bin dort auch immer noch regelmäßig zu Gast, wenn ich in London bin.

 

Im Sommer 2017 hörten wir beide über unsere jeweiligen Heimatstandorte, dass parkrun nun doch entschieden hätte, in Deutschland zu starten und so fanden wir uns dann beide eines schönen Abends im September bei einem Treffen mit Paul Sinton-Hewitt, James Kemp, Tom Williams, Jakub Fedorowicz und anderen Interessierten in Berlin. Damit fing es eigentlich an.

 

Irgendwie bewegte sich dann in Berlin erst einmal nicht sehr viel, bis wir dann die Initiative ergriffen. Unsere erste Wahl führte bald in eine Sackgasse – das Grünflächenamt Berlin Mitte war einfach nicht zu überzeugen, was wir aber mittlerweile als einen großen Gefallen ansehen. Zum einen, weil wir bis dahin schon ein kleines Team gefunden hatten, dem zum Glück der Umzug in einen anderen Stadtbezirk nichts ausgemacht hat, und zum anderen sind wir mit unserem Plan B sehr glücklich, wie das oft der Fall ist. Denn das Grünflächenamt Berlin Neukölln hat uns mit offenen Armen empfangen und ist bisher auch sehr froh, dass wir den Park nutzen.

 

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Unsere Strecke hat sich irgendwie selbst gefunden – der Park ist nicht groß genug für nur eine Runde, wir wollten den Start und das Ziel gern an einer Stelle haben und eine Auflage des Grünflächenamts besagt, dass wir den Radweg nicht benutzen dürfen und dann ist da natürlich noch unser Hügel. Den mussten wir einfach mit aufnehmen, auch wenn Andy erst davon überzeugt werden musste, dass es ausreichend ist, ihn nur zur Hälfte hochzulaufen. Inzwischen ist unser Hügel über Ländergrenzen hinweg berühmt-berüchtigt.
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Was macht unserer Meinung nach Hasenheide parkrun aus? Sicherlich die bunte Mischung aus Einheimischen, Zugezogenen und Besuchern. Das heißt auch, dass wir versuchen müssen, den Berlinern zu vermitteln, dass es eine Sache für sie ist und gleichzeitig die Besucher willkommen zu heißen. Die Berliner sind von Natur aus skeptisch, wenn es um Neues geht, aber die lächelnden Gesichter jeden Samstag und unsere steigenden Anmeldungen und Teilnehmerzahlen bedeuten, dass wir etwas richtig machen müssen… Natürlich gehört auch unser anschließendes Frühstück im Café dazu. Hier werden schon mal Lauftipps erfragt, sich zu gemeinsamen Läufen verabredet oder der eine oder andere Tipp für eine Stadtbesichtigung gegeben.
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Was wir ganz toll finden und was uns auch ein klein wenig stolz macht, ist zu beobachten, wie die Leute parkrun angenommen haben und wie sich in den letzten 15 Monaten eine Gemeinschaft gebildet hat. Es sind viele dabei, die vor 2017 oder 2018 noch nie von parkrun gehört hatten und die nun mit soviel Freude und Enthusiasmus regelmäßig dabei sind, sich Gedanken machen und einfach mit anpacken. Wir haben einfach ein tolles Team!
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Besondere Momente sind die, wenn zunächst ruhige und schüchterne 17- und 18-Jährige den Mut finden, die Laufleitung zu übernehmen oder vor über 80 Teilnehmenden dem Team offiziell dafür danken, dass sie hier ein zweites Zuhause gefunden haben.

 

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Unser Rat für die, die sich mit dem Gedanken tragen, einen parkrun aufzubauen? Um beim Laufen zu bleiben: Es ist ein Marathon, kein Sprint. Der Weg bis zur Premiere ist eigentlich nur das Training. Die Reise geht erst danach wirklich los. Du brauchst ein gutes und zuverlässiges Team und Du wirst viel Lernen – über Dich selbst, aber auch über die Menschen im Allgemeinen.

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