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Es ging immer um den Kaffee – Teil 1

coffee

Vor 11 Jahren war Euan Bowman ein junger Schotte, der frisch aus dem College kam, in einer fremden englischen Stadt wohnte und auf der Suche nach etwas zu tun war. Er hat einen der ersten parkruns gestartet und später parkrun in Kanada eingeführt. Er ist kürzlich zurückgekommen, um das zehnjährige Jubiläum des parkruns, den er gestartet hatte, zu feiern und gleichzeitig auch seinen 100. parkrun zu zelebrieren. Wenn er zurückblickt, dann findet er Parallelen zwischen seinem jüngeren Selbst und den Menschen, die ihn nun in ganz Kanada kontaktieren.

„Letztes Wochenende hat diese Kaffeetasse zu mir gesprochen – ‚Es ging immer um den Kaffee‘. Was ist das für eine Tasse, woher kommt sie und warum hat sie zu mir gesprochen? Das war alles Teil eines speziellen Wochenendes, welches mich in meine Erinnerungen genau zehn Jahre zurückgeschickt hat.

 

Es war aus zwei Gründen ein spezielles Wochenende. Zunächst einmal hat parkrun UK seine jährliche Ambassador-Konferenz abgehalten, die ich glücklicherweise besuchen durfte. Darüber hinaus fand am Samstag das zehnjährige Jubiläum von dem parkrun statt, den ich initiiert hatte: Basingstone parkrun.

 

Der Satz auf der Kaffeetasse erinnerte mich daran warum und wie ich die Entscheidung traf einen parkrun im Süden von England zu starten und warum es die beste Entscheidung war.

 

Basingstoke parkrun – die Entstehungsgeschichte

 

Ich erzähle die Geschichte wie der Basingstoke parkrun begann nicht zu oft. Wahrscheinlich weil ich glaube, dass die Geschichte für viele zu langweilig ist. Aber da es Menschen gibt, die langweilige Geschichten mögen, will ich sie jetzt doch erzählen.

 

2007 bin ich gerade von einem Auslandsjahr aus Kanada zurückgekehrt, nachdem ich zuvor mein Studium abgeschlossen hatte. Ich begab mich auf die Suche nach einem Job und bin so in Basingstoke gelandet, wo ich als Konstruktionsingenieur gearbeitet habe. Basingstoke ist ein netter Ort, aber es gab an den Wochenenden nicht viel zu tun.

 

Ich habe online nach Aktivitäten gesucht und habe einen kostenfreien 5-km-Lauf, den Wimbledon Common Time Trial (WCTT) gefunden. Zu dieser Zeit gab es damals noch einen weiteren Lauf dieser Art, den in Bushy Park (BPTT).
Aufgeregt schnappte ich mir meine Laufschuhe und begann zu recherchieren, welchen Zug ich am besten nehme, damit ich rechtzeitig um 9 Uhr dort sein kann. Die Fahrt dahin dauerte etwa 90 min und ich erinnere mich an den Tag als wäre er gestern gewesen. Die Sonne schien, jeder war freundlich und ich liebte die Mischung aus Trail und festen Wegen im Wimbledon Common.

 

Ich habe bei diesem Lauf alles gegeben und auf dem Weg zurück zum Zug fühlte ich mich ein wenig krank. In einem kleinen Laden bin ich mit einem Getränk gestolpert. Das Gefühl war jedoch von kurzer Dauer und obwohl ich mich kurz schläfrig fühlte, war ich durch die Endorphine im meinem Körper und die Ekstase durch das Erlebnis völlig aufgeregt. Hätte ich damals gewusst, dass sich Menschen 11 Jahre später für diesen Tag interessieren bzw. wäre ich besser darin Fotos aufzuheben, dann hätte ich diese heute mich Euch teilen können.

 

Ich bin noch ein- oder zweimal zum WCTT gefahren, aber die lange Anreise war auf Dauer zu anstrengend. Ich habe UKTT (UK Time Trials), wie parkrun damals hieß, kontaktiert um herauszufinden, ob ich nicht einen parkrun in Basingstoke organisieren könnte. Ich habe sogar noch die E-Mail von damals gefunden:

 

“Am 5. Januar 2008, um 19:47, schrieb Euan Bowman:

 

Hallo,
ich habe an einigen Events von Euch teilgenommen und mir hat diese Erfahrung sehr gefallen. Allerdings war die Anreise für einen Samstagvormittag immer etwas zu weit und daher würde ich ein lokales Event bevorzugen.
Deshalb schreibe ich diese E-Mail, denn ich möchte herausfinden, ob ich ein Event in Basingstoke starten kann. Da ich bereits an vielen Laufwettkämpfen hier in der Gegend teilgenommen habe, weiß ich dass es viel Potential gibt. Zugegebenermaßen bin ich noch neu in der Gegend, aber ich habe bereits viele Kontakte in der lokalen Laufcommunity, um Unterstützung zu finden.
 
Zunächst benötige ich jedoch allgemeine Informationen. Kennt Ihr evtl. jemanden, der auch daran interessiert ist hier in der Gegend etwas zu veranstalten? Ich freue mich auf Eure Antwort und für jegliche Hilfe wäre ich dankbar.

 

Viele Grüße, Euan Bowman”

 

Wenn ich mir diese E-Mail anschaue, realisiere ich, wie sehr sie den E-Mails ähnelt, die ich heutzutage von Menschen in Kanada erhalte, die einen parkrun starten möchten.

 

Wie es nach der ersten Anfrage weiterging, erfahrt Ihr in Teil 2 von diesem Artikel.

 

Der folgende Artikel ist eine Übersetzung des englischsprachigen Artikels vom amerikanischen parkrun-Blog.

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