Uncategorized - 2nd October 2019
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Wenn ein Ende ein Neuanfang ist

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Schwanenteich parkrun in Gießen hat am vergangenen Samstag seinen ersten Geburtstag gefeiert und konnte zu diesem Anlass 97 Teilnehmer begrüßen, die die wunderschöne Strecke laufend, joggend oder walkend bewältigt haben. All das wurde von 23 freiwilligen Helfern ermöglicht.

 

Die Geschichte von Schwanenteich parkrun begann damit, dass Event Director Franzi Brandmeier ihre alte parkrun Community in Mannheim verlassen musste. Sie hat uns mehr darüber erzählt…
„Ich hörte im „beVegt“ Podcast über Nidda parkrun und war so froh, dass es ganz in meiner Nähe einen parkrun gab – Neckarau. Eine Woche später lief ich dort meinen ersten parkrun, nämlich Neckarau parkrun #12. Es war ein kalter Tag, es waren wenige Leute da, aber mir gefiel es, besonders das Frühstück danach im Café. Schon in der Woche danach hatte ich meinen ersten freiwilligen Einsatz als Barcodescanner.

 

Eine Weile später bekam ich einen neuen Job in Gießen und zog zurück in die Stadt, in der ich meinen Master absolviert hatte. Ich mochte die parkrun-Community in Mannheim aber so sehr und wollte so etwas auch in Gießen haben. Dort gibt es viele Studierende (etwa 40 Prozent der Bevölkerung!) und deshalb auch viele Sportangebote und Sportvereine für diese Zielgruppe. Aber ich dachte, es wäre doch schön, ein Angebot zu haben, bei dem alle zusammen Sport treiben können.

 

Während meines Studiums habe ich Fußball gespielt und kannte daher noch einige Leute, die ich nun ins Boot holte, um einen parkrun in Gießen ins Leben zu rufen. Keiner war (oder ist) ein Wettkampfläufer oder Läufer überhaupt, keiner hatte jemals von parkrun gehört, aber sie fanden alle die Idee toll und begeisterten weitere Leute, mit denen dann das Kern-Team aufgebaut wurde.

 

Die Genehmigung von der Stadtverwaltung zu bekommen, war kein Problem. Die Leute vom Gartenbauamt haben uns toll unterstützt.

 

Leider haben wir kein Café an der Strecke, aber das Stadtzentrum ist nur 10 Minuten Fußweg entfernt. Theoretisch sollte es also möglich sein, nach dem Lauf dorthin zu gehen. Aber 10 Minuten sind 10 Minuten, und wir wollten den neuen Parkrunnern in Gießen gleich „beibringen“ wie wichtig das Frühstück für den Aufbau der Community ist. Also organisierten wir – für den Anfang – selbst ein Frühstück in den Räumlichkeiten des Fußball-Clubs in der Nähe des parkrun-Starts.

 

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Das klappte aber so gut, dass wir nie damit aufgehört haben, unser eigenes Frühstücksbuffet zu organisieren. Jede Woche sind zwei Freiwillige dafür zuständig und der Aufwand lohnt sich, das ist es absolut Wert! Im Sommer bleiben 70 bis 80 Prozent unserer Teilnehmer auch zum Frühstück. Man redet miteinander, man sitzt zusammen und ich glaube, das ist der Schlüssel zu einem starken Gemeinschaftsgefühl bei unserem parkrun Gießen – genau wie ich es aus Neckarau kannte. Auf der Strecke ist man mit Leuten unterwegs, die ein ähnliches Tempo laufen. Aber beim Frühstück sitzen alle zusammen, alt und jung, schnell und langsam – und wir reden nicht nur übers Laufen, sondern über alles Mögliche.

 

Als Team lieben wir es, besondere Events zu organisieren, mein persönliches Highlight war das Neujahrsspecial. Mit der Zielmarke bekam jeder ein Zettelchen mit einem „parkrun-angepassten“ Zitat, wie etwa „Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden. Jeden Samstag um 9. (Buddha)“. Die Vorbereitung war wirklich lustig! Außerdem gab es Neujahrskuchen und ein wirklich cooles Buffet.

 

Jedem, der einen parkrun ins Leben rufen will, kann ich nur mitgeben: Tue es! Frage deine Freunde und Bekannte und los geht’s!“

 

Nach einem Jahr ist Schwanenteich parkrun ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Stadt. Wir haben fast 800 registrierte Mitglieder und die Community wächst schnell. Während der vergangenen 12 Monate wurden bei Schwanenteich parkrun mehr als 3.000 Läufe absolviert von 600 Läufern und 700 Freiwilligeneinsätze von fast 200 Freiwilligen.

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parkrun in der Schwangerschaft? Na klar!

Mein Name ist Rosie Holliday und ich nehme schon einige Jahre am parkrun teil. Das Laufen beim Carlisle parkrun ist für mich, meinen Mann und unseren Border Terrier schon zu einem Ritual am Samstagmorgen geworden.   Als ich bemerkte dass ich schwanger war, trainierte ich grade für einen 50-Meilen-Ultra-Marathon durch den Lake District National Park….

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Komm, geh mit uns!

Ja, wir wissen es, das Wort “run” steht im Namen “parkrun”. Unser Hauptziel ist es jedoch, den Menschen dabei zu helfen, aktiv zu werden und in  Gemeinschaft aktiv zu sein. Das Gehen oder Walken ist dabei mindestens so gut wie das Laufen. Vielleicht besser, weil es manchmal kommunikativer ist. Wir hören oft, dass die Leute nicht zu…