Nachrichten - 3rd March 2020

Baby “inside” oder “outside” – parkrun!

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Mein erster parkrun war an Weihnachten vor zwei Jahren. Ich war absolute Anfängerin und hatte erst wenige Monate zuvor mit dem Laufen begonnen. Eigentlich hatte ich gar keine Ahnung, was fünf Kilometer überhaupt bedeuten und wie lange ich dafür brauchen würde. Bis dahin hatte ich mich immer eher an der Zeit als an der Distanz orientiert. Allerdings war ich mir dank der anderen Teilnehmer*innen mit Kinderwagen sicher, dass es eine nette Veranstaltung sein würde. Ich habe alle meine Läufe mit meinem Kleinen im Wagen gemacht. Er war neun Monate alt, als wir gemeinsam mit dem Laufen begannen und 11 Monate, als wir unseren ersten parkrun machten – er und ich. In der Tat wurde ich nicht enttäuscht von der Unterstützung, die ich erlebte. Ich war überrascht, wie ich angefeuert wurde, obwohl ich eine sehr langsame Läuferin war. Es war eindeutig, dass parkrun wirklich etwas für alle ist.

 

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Jetzt, zwei Jahre später ist das Ganze für uns eine Familienangelegenheit: Mein Mann, der anfangs einfach zuschaute, läuft inzwischen auch mit, und mein kleiner Junge, der nun drei Jahre alt ist, kann es kaum erwarten, seinen eigenen Barcode zu bekommen! Wenn ich ehrlich bin, habe ich das Laufen mit ihm im Wagen aus Bequemlichkeit angefangen. Ich trainierte für meinen ersten Marathon und das war die einzige Möglichkeit. Als ich aber hörte, wie er im stolzen Alter von zwei Jahren plötzlich andere parkrunner beklatschte und schrie „Gut gemacht! Toll gelaufen!“, konnte ich nicht anders, als dankbar zu sein für den Geist der Sportlichkeit, den er von dieser Gemeinschaft aufnahm.

 

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Ich habe beschlossen, immer mit ihm zu laufen. Ein Grund ist, dass ich meine Zeiten mit dem Wagen verfolgen wollte und allein zu laufen, hätte meine Bestzeiten durcheinander gebracht. Noch wichtiger ist aber der Spaß, einen persönlichen Cheerleader dabei zu haben. Oft hing meine Zielzeit davon ab, wie viele Snack-Stopps wir unterwegs einlegen mussten. Es spielte aber eigentlich keine Rolle, denn wir waren nicht für ein Rennen da. Wir waren da, um mit anderen Menschen Freude zu haben und dabei fit zu bleiben. Ich habe die besten Erinnerungen daran, parkrun mit dem Kinderwagen zu laufen, vor allem an all die High-Fives, die wir erhielten, als wir den kleinen Hügel der Maidenhead-Strecke hinaufliefen. Oft erschien er wie ein Berg. Es gab aber immer einen anderen Läufer, der uns mit einem Lächeln hinaufhalf.

 

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Vor einigen Monaten allerdings, nach meiner ersten Runde beim Alstervorland-parkrun (dort lernten wir die ersten Leute nach unserem Umzug nach Deutschland kennen) – übergab ich den Kinderwagen an meinen Mann und wusste, dass ich ihn so bald nicht mehr schieben würde. Der Grund war die kleinste Laufbegleitung, die begann, in meinem Bauch heranzuwachsen. Ich bin jetzt im sechsten Monat schwanger, und auch wenn ich keine Rennen mehr laufe, ist Samstag immernoch parkrun-Tag. Ich liebe es, dass es keine Rolle spielt, ob Du ein Baby schiebst oder eines in Dir trägst, ob Du über- oder untergewichtig, jung oder alt bist, gesund bist oder Dich von einer Krankheit oder Verletzung erholst – parkrun ist wirklich eine Veranstaltung, die alle willkommen heißt.

 

Jetzt in der Schwangerschaft muss ich sicherstellen, dass ich niemals außer Atem gerate. Deshalb muss ich manchmal das Tempo rausnehmen und für einige Minuten gehen. Aber ich mache mir niemals Sorgen darüber, denn unabhängig von der Geschwindigkeit (oder besser der fehlenden Geschwindigkeit: Ich bin jetzt 15 Minuten langsamer als meine PB als ich nicht schwanger war. Laufen während der Schwangerschaft ist eine Lehre der Bescheidenheit!), ist es wunderbar, jeden Samstagmorgen Teil dieser Gemeinschaft zu sein, und etwas frische Luft und Bewegung zu bekommen und ein paar nette Gespräche zu führen. Ein weiterer Pluspunkt davon, Teil der parkrun-Familie zu sein, ist der soziale Aspekt – überall auf der Welt!

 

 

Keine zwei Schwangerschaften sind gleich. Aber in meinem Fall sagen sowohl mein Frauenarzt als auch meine Hebamme, dass weiter zu laufen das Beste ist, was ich für mich und für mein Kind tun kann. Meine wöchentlich gelaufenen Kilometer sind im zweiten Trimester der Schwangerschaft stark zurückgegangen, aber glücklicherweise weiß ich, dass sie sehr wahrscheinlich nicht unter 5 km fallen werden – dank parkrun.
Die Anfeuerungen an der Ziellinie sind stärker als die Versuchung, auf der Couch zu bleiben, und es gibt keinen besseren Weg, mich und mein Baby gesund zu halten.

 

A4106142 Marie Kent (Alstervorland parkrun, Hamburg)
#IWDparkrun

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