Nachrichten - 22nd July 2020

Mein erster parkrun – oder … meine Frau ist schuld!

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Meine Frau Claudia und ich lieben Hamburg, aber Claudia liebt nicht nur Hamburg sondern auch Udo … Udo Lindenberg. So darf ich mir seit Jahren anhören, wie gern sie mal im selben Hotel wie Udo Lindenberg übernachten würde, im Hotel Atlantic an der Außenalster.

 
2019 habe ich ihr endlich diesen Wunsch erfüllt. Im April, passend zu ihrem Geburtstag ging es ins Hotel Atlantic.

 
Ich liebe nicht nur meine Frau und das Laufen sondern auch Frühstücksbüffets in Hotels, so freute ich mich schon sehr auf das Frühstücksbüffet in diesem doch sehr feudalen Hotel. Leider kam meine Frau auf die glorreiche Idee, den Samstag morgen mit einem “parkrun” zu beginnen, der zufälligerweise immer Samstags im Alstervorlandpark, also quasi gegenüber vom Hotel auf der anderen Außenalsterseite stattfindet. … parkrun? Nie gehört, was ist mir unserem Frühstück? … Geburtstagszeit, ok, ich füge mich.

 
Was für eine schicksalhafte Wendung in unserem Leben, unserer Wochenendroutine…… aber das wusste ich damals noch nicht.

 
parkrun hamburg

 
Kurz nach 8 Uhr brachen wir auf, es war ein nieseliger, typischer verregneter Tag in Hamburg, aber Läufer stört das natürlich nicht. Wir waren zeitig am ausgeschriebenen Startpunkt und standen ziemlich einsam und alleine dort. Erst kurz vor 9 kam ein Trupp Menschen, bepackt mit Schildern und Bändern an und begann sogleich mit dem Aufbau. Es wirkte alles ruhig, routiniert und organisiert. Eine kurze Ansprache gab es (meinen Barcode hatte ich natürlich dabei, meine Frau war ja bestens informiert und präpariert) und los ging es. … Ich konnte immer noch nicht viel mit dem Begriff “parkrun” anfangen, aber es war ein Wettkampf und da hiess es natürlich “Laufen was die Sohlen hergeben”. Der Alstervorlandpark war gerade groß genug um die Runde von 5 km aufzunehmen ohne dass man zwei Runden laufen muss. An den notwendigen Stellen gab es Streckenposten, die nicht nur aufpassten dass wir keinen Wendepunkt übersahen, nein sie feuerten uns auch noch an, wie angenehm! Nach der Hälfte des Laufes hatte ich etwas im Nacken: das Atemgeräusches eine Läufers, dem es in meinem Windschatten wohl gefiel. Ich nahm die Herausforderung an und versuchte gegenzuhalten, was mir bis kurz vor den Zielkanal auch gelang, aber an einer kleinen Brücke wurde ich dann überholt, wie ärgerlich, das Ziel war schon in Sicht. Zielkanal, Token, Applaus des Standortpersonals und nach dem Scannen bedankte sich der “Nackenläufer” bei mir für das Battle, ok, das fand ich dann wieder klasse und war versöhnt mit meinem ersten parkrun.

 
Nach dem Ende des Laufes und einem kleinen Plausch trabten wir zurück ins Hotel, denn netterweise war Samstag und das Frühstücksbüffet war bis 12 Uhr geöffnet, parkrun kann so schön sein! Allerdings wusste ich damals noch nicht, wie schön erst ein parkrun sein kann, wenn man nach dem Lauf mit Läufern und Standortteam frühstückt!

 
Dies alles war im April 2019, es kommt mir vor als wäre es eine Ewigkeit her. Gemessen an dem, was seitdem passiert ist, ist es aber auch eine lange Zeit. Im Juni 2019 haben wir erfahren dass in Ludwigsburg ein parkrun Standort eröffnen soll und man auf der Suche nach Helfern und Mitstreitern wäre … und das quasi vor unserer Haustür! Na da waren wir sofort dabei, schon bei den Vorbereitungsläufen waren wir mit von der Partie.

 
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Inzwischen habe ich alle Helferpositionen testen können und das nicht nur an meinem Heimatstandort sondern auch in Esslingen, Stuttgart und Kassel, logische Konsequenz ist mein lila Helfershirt für 25 Einsätze.

 
Aber nicht nur der heimisches Standort interessiert uns, wir sind zu parkrun-Touristen geworden und versuchen, viele der parkrun-Neueröffnungen im Süden mitzuerleben. Die parkruns in Baden-Württemberg haben wir schon alle besucht und auch in den angrenzenden Bundesländern sind wir schon gelaufen. Zu Beginn kannten wir den Fotorahmen noch nicht, aber inzwischen kennen wir auch dieses -parkrun-feature und versäumen es nicht mehr, dieses Foto zu machen. Etwas, was wir in Hamburg noch verpasst haben, aber das werden wir nachholen, ganz sicher!

 
Ich bin infiziert, meine Frau ist schuld und ich bin ihr dankbar! Ach ja – Reisen werden wir in Deutschland natürlich nur noch unternehmen, wenn auch ein parkrun in der Nähe ist! Aber das ist dank der schnell wachsenden Zahl an Standorten zum Glück kein Problem mehr.

 
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Falls aber jemand fragen sollte, warum ich parkrunne: es geht nicht um Fotorahmen, Shirts oder das Laufen an sich. Das Wichtigeste ist die Gemeinschaft, die rund um die Läufe entstanden ist, die vielen neuen und durchweg sehr netten Menschen, die ich kennenlernen durfte. Dafür sage ich Danke!

 
Thorsten A5457208

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