Nachrichten - 26th August 2020

Mein erster parkrun in Deutschland

Barnaby

Meine parkrun-Reise begann im Jahr 2016 in Milton Keynes, England, als ein Freund – Andrew Chilcraft – mich überzeugte, die Laufschuhe zu schnüren und an einem parkrun teilzunehmen. Eine Weile habe ich gezögert, letztendlich jedoch habe ich mir ein paar Laufschuhe gekauft, meinen Barcode ausgedruckt und bin mit meinen Töchtern zum parkrun gegangen.
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An diesem ersten Samstag im Juni 2016 kämpfte ich mich gemeinsam mit 433 anderen Teilnehmern durch den 5-km-Kurs in Milton Keynes und kam dann als Nr. 430 im Ziel an – ab diesem Zeitpunkt war ich süchtig nach parkrun! Es hat so viel Spaß gemacht, mit diesen anderen Menschen – ich hatte das Gefühl, einen Marathon zu laufen, so wie ich das in meiner Jugend – lange vor parkrun – getan hatte.
 
Als ich mich dann als freiwilliger Helfer meldete, bekam ich Einblick in die andere Seite von parkrun. Es war großartig, in einem Team zu sein und zu sehen wie sich die Läufer den Hügel hinauf schlängeln, die dann einsetzende, plötzliche Stille war seltsam aufregend!
 
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Mein Freund, Andrew Chilcraft, startete später im selben Jahr einen zweiten parkrun in Milton Keynes und ich hatte das Glück, von Anfang dabei zu sein und als Helfer im Zielbereich zu sein – das ist die Stelle, wo die ganze Action ist, wenn die Leute von ihrem Lauf ins Ziel kommen. Es ist aufregend zu sehen wie sie jubeln, unabhängig von ihrem Tempo. Und auch bei diesem neuen parkrun haben wir es geschafft, bald die meisten Teilnehmer zu kennen und eine großartige Community zu bilden. Im Anschluss traf man sich – wie bei allen parkruns – im örtlichen Café zu Kaffee und Kuchen.
 
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Um diese Zeit herum kehrten meine alten Knieverletzungen zurück, so dass ich eine Laufpause machen musste. Das war für mich in Ordnung, denn meine Einsätze als freiwilliger Helfer haben mir sehr viel Freude gemacht und so wurde ich Mitglied im Kernteam. Ich begann dann auch damit, bei den parkruns zu fotografieren und besuchte nach und nach auch andere parkruns in der Umgebung.
 
Im Jahr 2019 wurde ich beruflich in eine Stadt in der Nähe von Stuttgart versetzt. In Deutschland gab es noch nicht viele parkruns, so wie ich das von England gewohnt war. Als ich das sah, hatte ich die Befürchtung, dass mir meine parkruns am Samstag doch sehr fehlen würden. Vielleicht war es ein Wink des Schicksals – meine Tochter Heidi sagte: „das musste so sein“ – aber ich entdeckte, dass an meinem ersten Samstag in Deutschland der parkrun Neckarufer Esslingen seine Auftaktveranstaltung hatte. Sofort habe ich eine Mail dorthin geschickt und mich als Fotograf angeboten.
 
Am Samstagmorgen als ich zum parkrun fuhr, war ich schon sehr aufgeregt und war früh dort. Ich mag es, die Läufer zu fotografieren, wenn sie ankommen. Von Nigel und Naomi wurde ich auf Deutsch begrüßt und antwortete auch auf Deutsch weil ich dachte, dass sie Deutsche wären. Das war sehr lustig, denn wir hatten ein etwas schwieriges Gespräch – solange, bis jemand Englisch sprach und wir merkten, dass wir alle Engländer waren. Diese Erfahrung habe ich übrigens mit einigen anderen englischen parkrunnern auch schon gemacht.
 
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Immerhin 36 Personen kamen nach und nach am Neckarufer an und hörten den Reden zu – sogar der Bürgermeister war da und sagte ein paar Worte. Nach einer kurzen Einweisung machten sich alle auf den Weg. Der parkrun Neckarufer ist ein wunderbarer Kurs, auch für die freiwilligen Helfer – die Strecke bietet sich für schnelle Läufe an, so dass wir nicht lange auf die ersten Finisher warten mussten. Außerdem bietet der Start-/Zielbereich perfekte Möglichkeiten für wunderschöne Bilder!
 
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Besonders gerne mag ich die kleineren parkruns, weil sie mir die Möglichkeit bieten, die meisten Teilnehmer persönlich kennenzulernen. Der gemeinsame Kaffee im Anschluss oder das gemeinsame Erleben von besonderen Tagen und Meilensteinen macht mir viel Freude. Zu Beginn war das auch bei meinem Heim-parkrun in England in Linford Wood so. Später wurden es dann aber wöchentlich ca. 250 Teilnehmer, von denen man nicht mehr alle kennenlernen konnte und die man nur am Start und im Ziel sah und wenn man sie fotografiert hat.
 
Im Lauf der Zeit und bis zur Corona-Pause besuchte ich die meisten parkruns im Süden Deutschlands als Fotograf und habe auch die Sonder-parkruns zum Tag der Deutschen Einheit in Esslingen und den Double-parkrun Esslingen/Stuttgart mit meinen Fotos festgehalten.
 
Ich freue mich schon auf das Ende der Corona-Pause und auf viele neue Begegnungen sowie die Auffrischung von liebgewonnenen parkrun-Kontakten.
 
Barnaby Norman

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