Nachrichten - 16th September 2020

Den Gemütszustand verbessern: parkrun mit Meditation

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In Anbetracht dessen, was derzeit auf der Welt passiert, war es niemals wichtiger, Stress zu vermindern und Nachhaltigkeit aufzubauen.

 

Dr. Carolyn Ee ist Allgemeinmedizinerin, Wissenschaftlerin, Verfechterin von Gesundheit und Wohlergehen sowie Läuferin. Sie erläutert uns mehr über Meditation:

 

Was ist Meditation?

 

In den letzten Jahrzehnten gab es eine beachtliche Zunahme an wissenschaftlichem Verständnis darüber, wie unser Geisteszustand die physischen Eigenschaften unseres Körpers beeinflusst und umgekehrt.

 

Die Geist-Körper-Medizin beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Gehirn, Geist, Körper und Verhalten und umfasst auch die Praxis der Meditation.

 

In ihrer einfachsten Form bedeutet Meditation, gezielt Zeit zu nehmen, um sich auf etwas zu konzentrieren, das heißt auf etwas in der Gegenwart (Achtsamkeit), auf Güte gegenüber sich selbst und anderen Menschen (liebevolle, fürsorgende Meditation), oder auf ein Mantra.

 

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Warum sollte ich meditieren?

 

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Meditation viele Vorteile für die physische und geistige Gesundheit hat. Zum Beispiel legen die Forschungsergebnisse nahe, dass achtsamheitsbasierte Unterbrechungen die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern, das Immunsystem stärken, die Zellalterung verringern und der allgemeinen psychologischen Gesundheit gut tun, während sie gleichzeitig Stress, Depression und Angst vermindern.

 

In der Lage zu sein, Stress zu reduzieren und Nachhaltigkeit aufzubauen, war niemals wichtiger, als es heute ist. Unsicherheit, Angst und eine negative Grundeinstellung sind alles völlig natürliche Reaktionen darauf, wie Covid-19 die geistige Gesundheit der Menschen überall auf der Welt beeinflusst hat.

 

Meditation kann auch die sportliche Leistung verbessern. Es ist gut bekannt, dass physische Aktivität einiger psychologischer Fähigkeiten bedarf, darunter Bewegungskontrolle sowie Schmerzmanagementfähigkeiten, Motivationsfähigkeiten und Bewältigungsfähigkeiten.

 

Um z.B. raus zu gehen und zu laufen, muss man in der Lage sein, sich ein Ziel zu setzen und die Selbstsicherheit und Motivation entwickeln, dieses Ziel erreichen zu können. Man muss planen, wie man dieses Ziel erreichen möchte, Hindernisse überwinden, um überhaupt hinauszugehen (z.B. Müdigkeit oder lieber auf dem Sofa zu liegen und Netflix zu schauen), mit eventuellen Unannehmlichkeiten von körperlicher Aktivität klar kommen und die Motivation bis zum Ende des Laufs aufrechterhalten. Wow! Das sind ziemlich viele psychologische Fähigkeiten!

 

Meditation kann uns helfen, viele dieser Fähigkeiten zu entwickeln, wie z.B. in der Lage zu sein, Werte zu definieren, um sich ein Ziel zu setzen sowie negative Gefühle und Selbstgespräche zu regulieren.

 

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Liebevolle, fürsorgende Meditation

 

Liebevolle, fürsorgende Meditation (Loving Kindness Meditation; LKM) ist eine Technik, Gefühle der Wärme und der Sorge für sich selbst und andere zu stärken. Anders als Achtsamkeit, die die Aufmerksamkeit auf den Augenblick der Gegenwart lenkt, richtet LKM die Emotionen in einer offenherzigen Weise auf warme, weiche Gefühle.

 

Zum Beispiel kann LKM Mitarbeitende im Gesundheitssystem unterstützen, das Mitgefühl für sich selbst zu stärken und damit die Gefahr des Ausgelaugtseins und Burnouts mindern.

 

Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass LKM bei einer Reihe mentaler Probleme nützlich sein kann, darunter Depressionen und Essstörungen, aber auch physische Störungen wie z.B. chronische Schmerzen.

 

LKM durchzuführen, ist eigentlich ziemlich einfach und braucht nur 15 Minuten. Es gibt geführte Meditionen, denen man zuhören kann, um sich anfangs mit der Praxis vertrautzumachen. Bei LKM geht es darum, warme und liebende Gefühle zunächst auf sich selbst zu richten und dann zunehmend auch auf andere (zunächst auf Menschen, die man mag und dann auf alle Lebewesen).

 

Für alle, die LKM ausprobieren möchten, gibt es hier ein tolles Beispiel für den Anfang.

 

Tolle Tips, um mit Meditation zu beginnen

 

1. Eine geführte Meditation von einem Podcast ist der einfachste Weg, zu beginnen. Diese kann auch gerade einmal fünf Minuten dauern.

 

2. Such Dir eine Zeit aus, zu der Du Meditation ausprobieren möchtest und spiele ein wenig mit der Zeit herum, um zu sehen, was für Dich am besten funktioniert. Für einige Menschen ist es das Erste, was sie früh am Morgen tun. Für andere kann es mitten am Tag sein (besonders in bestimmten Übergangssituationen, wie zwischen Arbeit und Feierabend zu Hause) oder vor dem Schlafengehen.

 

3. Keine Sorge, wenn Du einschläfst! Das ist die Art Deines Körpers, die Entspannung nachzuholen, die er so sehr gebraucht hat und war wahrscheinlich genau das, wonach Du Dich gerade gesehnt hast.

 

Dr Carolyn Ee

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