Nachrichten - 5th May 2021

Kunst und Bewegung beim (nicht)parkrun

(nicht)parkrun 12.09.2020 Läuferin

parkrunner sind auch in Zeiten der Pandemie kreativ und lassen sich viele Dinge einfallen, um regelmäßig aktiv zu sein. So lange wir uns nicht samstags an unseren Strecken treffen können, um gemeinsam zu laufen, walken oder zu spazieren, müssen andere Projekte zur Motivation herhalten. Markus Urbanitz und Thomas Günther vom Nürnberger Wöhrder See parkrun treffen sich jede Woche samstags in ihrem Heimatort 20 km von Nürnberg entfernt, um Kunst und Bewegung zu verbinden.

 

„Hier in Rednitzhembach gibt es leider keinen Park, dafür aber einen Kunstweg. Dort treffen wir uns regelmäßig samstags zum (nicht)parkrun und stellen jedes Mal ein anderes Kunstwerk in den Mittelpunkt“, berichtet Markus. „Eine schöne Sammlung haben wir da mittlerweile schon zusammen. 39-mal Laufkultur“. Thomas und Markus wohnen zwar im selben Ort, haben sich aber erst durch parkrun in Nürnberg kennengelernt. Mittlerweile sind die beiden viel unterwegs.

 

Der Rednitzhembacher Kunstweg bietet nach Angabe der Gemeinde eine Begegnung mit der Kunst in der Natur und im öffentlichen Raum. Er führt durch das malerische Rednitztal, durch schattigen Wald und über Wiesen. Immer wieder hat man einen weiten Blick über Felder, Wiesen und Hügel. Auf dem ganzen Weg sind in Sichtweite die Kunstwerke aufgestellt – in unterschiedlichen Stilrichtungen und Materialien, aus Stein, Holz, Eisen, Stahl überwiegend geschaffen von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region. Markus und Thomas nehmen sich jede Woche eines der Kunstwerke vor und interpretieren es läuferisch neu und posten die dabei entstandenen Bilder in den sozialen Netzwerken.

 

So manches Kunstwerk hat schon von sich aus einen Bezug zum Thema Laufen. Bei der „Läuferin“ ist das noch offensichtlich. Bei anderen Werken müssen die beiden interpretieren: Taugt die „Sonnenuhr“ als Laufuhr? Gibt das „Klangrad“ ein Startsignal? Sind Laufende nicht auch „Schwebende“? Manchmal. Und gibt es nicht Läufe, bei denen man sich fühlt als hätte man ein „Mühlrad“ an den Füßen. „Gedankenflüge“ sind aber auch beim Laufen möglich. Bestaunen kann man die Bilder auf Markus Facebook-Seite und auf Instagram.

 

parkrun blog

 

Markus ist nicht erst durch parkrun zum Laufen gekommen. Er deckt das ganze Spektrum ab, vom auch mal entspannten 5-er bis hin zum Marathon und ist auch gerne auf Trail unterwegs.  Auch Thomas ist schon lange ein passionierter Läufer und Triathlet, dem inzwischen aber die wöchentlichen 5 km völlig ausreichen. „Aber es kommt beim Laufen ja vor allem auf die Gemeinschaft an, auf die gegenseitige Wertschätzung“, findet Markus. Das alles bietet parkrun den Teilnehmenden – und bietet die parkrun-Gemeinschaft auch in der Corona-Zeit.

 

60 Exponate gibt es insgesamt am Kunstweg, genug um die Zeit zu überbrücken, bis das Duo wieder samstags beim parkrun mit der Gemeinschaft aktiv sein kann.

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