Nachrichten - 2nd June 2021

8 1/2 (nicht)parkruns für medizinische Hilfe

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Wir warten weiterhin auf die Restarts der etablierten parkrun-Standorte und die Eröffnung der vielen neuen parkrun-Standorte in Deutschland. Bis es wieder losgeht, laufen wir mit parkrun im Herzen und freuen uns über kreative Aktionen aus der parkrun-Gemeinschaft. Wie von Maximilian Julius Jatzlau vom Rheinaue parkrun in Bonn. Er absolvierte am Samstag (29. Mai 2021) knapp 8 1/2 (nicht)parkruns, um Spenden für das Hilfsprojekt Cargo Human Care zu sammeln.

 

Die Eröffnung des Bonner parkruns im Februar 2019 hatte Maximilian Julius, welcher bei parkrun von den meisten nur Julius genannt wird, verpasst. Aber seit dem zweiten Lauf war er regelmäßig jeden Samstagmorgen um 9 Uhr in den Bonner Rheinauen oder auch an anderen parkrun-Standorten am Start. „Mich begeistert an parkrun die Kombination aus Gemeinschaft, Samstagmorgenroutine, Standortbesuchen und, dass jeder die 5 km so laufen kann, wie es ihr oder ihm gut tut“, berichtet Julius. Nach einer Sportpause ist er einige Jahre gar nicht und danach zunächst unregelmäßig gelaufen. „Es waren letztendlich parkrun und die vielen Gespräche in der parkrun-Gemeinschaft, die meine Laufbegeisterung geweckt haben“, erzählt Julius und ergänzt, dass er bei seinen ersten parkruns nicht mal eine Laufuhr oder ein Smartphone zur Zeiterfassung genutzt hat. Seine Laufbegeisterung, die seit März 2020 mit vielen (nicht)parkruns fortgesetzt wurde, fand nun am 29. Mai 2021 mit dem Charity Marathon – man könnte auch sagen mit knapp 8 1/2 (nicht)parkruns – einen Höhepunkt.

 

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Aber warum ein Charity Marathon? „Ich bin sehr dankbar für die medizinische Versorgung, die uns in Deutschland zur Verfügung steht und von der auch ich schon profitiert habe. Mit dem Spendenlauf, meinem ersten Marathon, möchte ich gemeinsam mit den Spenderinnen und Spendern Menschen Hilfe ermöglichen, für die eine medizinische Versorgung nicht selbstverständlich ist.“ Die Spenden werden für das Medical Center von Cargo Human Care in Nairobi gesammelt.

 

Julius war es besonders wichtig, dass bei der Auswahl des Hilfsprojektes die gesammelten Spenden vollständig und effektiv den Hilfsbedürftigen zugutekommen. Bei Cargo Human Care arbeiten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Deutschland ehrenamtlich und unentgeltlich für das gemeinnützige Hilfsprojekt und die rund 50 deutschen Ärztinnen und Ärzte erhalten kostenfreie Flüge von der Lufthansa für ihre Hilfseinsätze in Kenia. So ist sichergestellt, dass die Spenden im Rahmen des Charity Marathons ohne Verluste im Medical Center in Nairobi ankommen.

 

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Pünktlich um 9 Uhr war es soweit: knapp 8 1/2 (nicht)parkruns für einen guten Zweck. Warum eigentlich 8 1/2 (nicht)parkruns? Julius erzählt, dass er immer sehr gerne die Hügelrunde (reguläre Strecke) vom parkrun Rheinaue läuft und es für ihn deshalb von Anfang an klar war, dass der Charity Marathon auf der parkrun-Strecke stattfinden soll.max_strecke
Mit Blick auf seine Kräfte und für etwas Variaton wählte Julius für den Charity Marathon eine leicht angepasste Hügelrunde, welche sich mit der flachen Rheinrunde (Ausweichstrecke parkrun Rheinaue) abgewechselt hat. Das war eine gute Entscheidung, denn das sommerliche Wetter erfreute an dem Tag nur diejenigen, die keine 42,195 km vor sich hatten. Die letzten 2 1/2 der 8 1/2 (nicht)parkruns haben den Spendensammler ordentlich gefordert. “Ich bin sehr froh, dass ich insbesondere auf den letzten Kilometern (erlaubte) Laufbegleitung hatte. Alleine wäre es noch schwerer geworden und ich hätte es nicht unter die magische Grenze von vier Stunden geschafft”, berichtet Julius und ergänzt mit einem Augenzwinkern: “Nun kann kein Marathonläufer der Welt behaupten, er oder sie könne einen Marathon doppelt so schnell laufen wie ich.”

 

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Ganz im Sinne von parkrun war das Laufergebnis für Julius allerdings nur ein kleiner Teil der Veranstaltung. Für ihn stand die Charity-Aktion im Vordergrund. Die Resonanz ist durchweg positiv und er würde sich sehr freuen, wenn auch nach dem Charity-Marathon noch die eine oder andere Spende für das Medical Center von Cargo Human Care hinzukommt, damit Menschen geholfen werden kann, für die eine medizinische Versorgung nicht selbstverständlich ist.

 

Weitere Infos zum Charity Marathon im Video, in dem auch Fokko Doyen, Vorsitzender von Cargo Human Care, zu Wort kommt.

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