Nachrichten - 13th April 2022

Kids übernehmen Speyer Leinpfad parkrun

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Speyer Leinpfad parkrun hat am Wochenende nicht nur die 50. Veranstaltung gefeiert, zum Jubiläum haben in der Domstadt die Kinder das Kommando übernommen. Markus vom Kernteam erzählt uns, wie es dazu kam und was den Tag zu etwas ganz besonderem gemacht hat. 

 

Nein, das ist kein Spaßfoto. Ihr seht hier das Vollie-Team des Speyer Leinpfad parkruns vom 09. April 2022, dem 50. parkrun in Speyer. Einem besonderen parkrun, der den Kindern gewidmet war, die dort immer wieder an den Start gehen.

 

Sogar Schnee und Unwetter in der Nacht davor konnten unsere Kids nicht aufhalten. Aber wie kommt es, dass 4 Kids aus der Altersklasse bis 10 Jahre und 6 Kids der Altersklasse 11 bis 14 (Laura B. fehlt auf dem Foto) einen parkrun übernehmen? Und: Können die das überhaupt?

 

 

Kinder spielen in Speyer eine wichtige Rolle

 

Ich glaube, wir alle kennen sie: die parkrun Kids, die Woche für Woche ihre Kilometer bei uns abliefern. Bei den bisherigen parkruns in Speyer waren 14 Kids bis 14 Jahre immer wieder am Start. Insgesamt knapp 100 Mal. Das heißt, eigentlich gab es keinen parkrun, an dem nicht mindestens ein Kind mit von der Partie war. Manche immer wieder als Läufer, andere zum Helfen.

 

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Nina (11 Jahre) zum Beispiel ist von den 50 parkruns, die in Speyer stattgefunden haben, 18 Mal gelaufen und hat 6 Mal geholfen. Sie ist also eigentlich jedes zweite Mal da. Ich glaube, ich hätte in diesem Alter nicht so ein Durchhaltevermögen gehabt. Zudem hätte meine Ausdauer definitiv für keine 5 km gereicht. Und wieso sollte ich bei einer Laufveranstaltung helfen? Samstagmorgens, wenn andere noch schlafen?

 

 

 

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Oder Laura (10 Jahre): Unser Mädchen für alles. Sie kennt alle Positionen der Helfer und springt immer dann ein, wenn jemand kurzfristig ausfällt. Außer der Laufleitung hat sie schon alles gemacht. Immer gewissenhaft, immer mit einem Lächeln auf den Lippen, auch wenn sie jeden Samstag früher aufsteht als unter der Woche, um die 35 km nach Speyer zu fahren und niemals zu spät zu kommen. Das ist ihr wichtig. Sie kommt auf 15 Helfer-Einsätze in Speyer und ist vier Mal gelaufen. Wenn sie nicht da ist, macht sich der eine oder andere Stammläufer schon Sorgen, ob bei ihr alles in Ordnung sei. Samstag ist parkrun-Tag. Für sie immer.

 

 

Diese beiden sollen nur Beispiele dafür sein, welche Rolle die Kids in Speyer (und sicher auch bei anderen Standorten) spielen. Ohne unsere parkrun-Kids würde uns allen etwas fehlen. Umso schlimmer war es für uns vom Kernteam, als uns im Frühjahr aufgefallen war, dass wir die Milestone-Ehrungen der Kinder komplett versäumt hatten. Ich gebe zu: Wir hatten ein richtig schlechtes Gewissen. Aber wir hatten ja noch ein ausstehendes Jubiläum. Schnell waren wir uns einig, dass der 50. parkrun in Speyer den Kids gewidmet sein sollte, dass wir dort alle Ehrungen nachholen wollen. Und vielleicht haben wir auch Glück mit dem Wetter. Vielleicht… Ist ja schließlich schon April.
Luise, Emma und Laura B. sind fester Bestandteil des Kernteams und im Gespräch mit ihnen wurde schnell klar, dass sie mehr wollten, als geehrt zu werden. Sie wollten uns zeigen, was sie auf dem Kasten haben, sie wollten den parkrun übernehmen. So war die Idee des Kids-Takeover geboren.

 

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Das Team wird größer

 

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Als sich rumsprach, dass wir einen Kids-Takeover planen, meldete sich Petrik (12 Jahre) von Neckarau parkrun, der mit 81 gelaufenen parkruns (7 in Speyer) dort zum Inventar gehört, und wollte auch mitmachen. „Super“, dachten wir. „Jetzt haben wir auch einen Zielmarken-Ausgeber“.

Dann meldeten sich zwei unserer ganz jungen (beide Altersklasse bis 10 Jahre) und wollten auch helfen. Streckenposten kann man ja eigentlich nie genug haben und über Fotos freuen sich auch immer alle. Und so waren „unsere“ Kids eigentlich alle mit von der Partie.

 

 

Bild8 (1) Bild7 (1)Katharina mit ihrer Mama (unserer Standortleitung Julia) haben sich für die Schlussbegleitung eingetragen. Sie haben extra den Bollerwagen schick gemacht, in dem die Schlussbegleitung die Schilder wieder einsammelt. Und so war das Team komplett. Alles Kids. Unterstützt von einem Laufleiter im Hintergrund und einer (erwachsenen) Schilderträgerin.

Und Dennis? Er sollte eigentlich als Erwachsener als Backup da sein und war als Helfer dann doch überflüssig geworden und wurde zum Laufen verdonnert. Tja, manchmal darf man, manchmal muss man. Er holte sein schickstes Outfit aus dem Schrank und wollte für Stimmung auf der Strecke sorgen.

 

Alle freuten sich auf den Kids-Takeover. Die Werbetrommeln wurden gerührt, Kuchenrezepte wurden analysiert und auch aus der Jugendherberge sollte es neben Tee und Kaffee dieses Mal Kakao für die Kids geben. Doch erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.

 

 

 

Aprilwetter lässt bangen

 

Am Abend vor dem großen Tag fing es plötzlich an zu schneien. Die Nacht verhieß nichts Gutes: Unwetter, vereiste Straßen, Schnee auf der Strecke. Vielleicht hätte man an einem anderen Tag abgesagt, aber nicht, wenn sich so viele Kids auf ihre Ehrungen und ihren Takeover freuen und vor allem nicht, wenn der Wetterbericht hoffen lässt.
„Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“, heißt es doch immer, oder? Und als ich auf die Bank stieg und ins neu angeschaffte Megaphon „Guten Morgen, Speyer“ rief, war es zwar kalt aber trocken und die Sonne lachte uns zu.

 

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Briefing aus dem Bilderbuch

 

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24 Läuferinnen und Läufer hatten sich trotz widriger Straßenverhältnisse eingefunden und freuten sich mit uns über die Ehrungen der Kinder, die ich noch vornahm. Dann übergab ich das Megaphon und die Verantwortung an die 14-jährige Luise. Der Kids-Takeover startete mit einem Briefing aus dem Bilderbuch. Man merkte Luise kein bisschen an, dass sie das zwar schon x Mal gehört, aber noch nie selbst gemacht hatte. Streckenhinweise, Hunde, Kinder, Grundsätzlichkeiten, Fotos – alles wurde gewissenhaft erklärt. Und natürlich wurden die Vollies des Tages vorgestellt: Unsere Kids.

Gemeinsam zum Start. Countdown runtergezählt. Laura B. startet als Zeitnehmerin den 50. parkrun in Speyer.

 

 

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Volle Konzentration

 

Ab hier waren die Kids voll konzentriert und ich konnte nur staunend im Hintergrund stehen. Keine Sekunde, in der sie mich gebraucht hätten. Kein einziges Mal, dass Laura B. versehentlich die Stoppuhr ausgelöst hätte. Ich kenne viele (erwachsene) Zeitnehmer, bei denen beim Datenübertragen der eine oder andere Unbekannte entfernt werden muss, weil falsch ausgelöst worden war. Nicht beim Kids-Takeover. Petrik und Laura B. waren permanent im Austausch über die richtige Platzierungskarte zur richtigen Zeit und als mir das Megaphon zum Anfeuern von Kinderhänden entrissen wurde, war die Stimmung am Hochpunkt angekommen. Die Kids waren einfach Spitze!

Wir hatten alle unseren Spaß und wir freuen uns, wenn ihr irgendwann wieder den parkrun übernehmt. Denn parkrun ist für alle da. Auf der Strecke und bei der Organisation.

 

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Ach ja eine Sache fehlt noch: Der Laufbericht. Ihr dürft raten, wer diesen geschrieben hat. Genau. Luise, die Laufleitung des ersten Kids-Takeover beim Speyer Leinpfad Parkrun. Hier könnt ihr ihn nachlesen.

 

Ein kleiner Lauf mit großem Auftritt. Vielen Dank an die Speyerer parkrun-Kids. Im Namen des Kernteams und aller Läufer. Gut möglich, dass das nicht euer letzter Takeover war.

 

#liebeparkrun

 

 

 

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