Nachrichten - 31st August 2022
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parkrun mit Lungenkrebs

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Bei Beck wurde Lungenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert, nur eine Woche nachdem sie einen Halbmarathon absolviert hatte.  parkrun hilft ihr dabei, trotz allem eine positive Lebenseinstellung zu behalten. parkun ermöglicht ihr, eine Stunde in der Woche zu vergessen, dass sie Krebs hat.

 

Als jemand, der nie geraucht hat, möchte sie den Lungenkrebs besiegen.

 

Man hat leicht das Bild eines alten Menschen im Kopf, dem eine Zigarette aus dem Mund hängt, der würgt und hustet und wegen einer selbstverschuldeten Krankheit nach Luft ringt. Aber für viele von uns, die mit Lungenkrebs leben, ist das weit von der Wahrheit entfernt.

 

Bei mir wurde Lungenkrebs im vierten Stadium diagnostiziert, als ich 47 Jahre alt war. Ich habe nie geraucht und hatte am Wochenende zuvor den Halbmarathon beim Canberra Running Festival absolviert. Ich fühlte mich großartig!

 

Es klingt seltsam, wenn ich das sage, aber ich hatte tatsächlich unglaubliches Glück, dass die Diagnose gestellt wurde. Mein Arzt überwies mich zu einer Routineuntersuchung der Nasennebenhöhlen, bei der zufällig ein Teil meiner linken Lunge sichtbar wurde. Dieser Scan zeigte einen Tumor, und weitere Scans ergaben zwei weitere Tumore in meinen Knochen.

 

Zu dieser Zeit war der parkrun ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich war Standortleiterin beim Mt. Ainslie parkrun und liebte das Laufen und die Freiwilligenarbeit so sehr wie das gesellige Beisammensein! parkrun half meiner mentalen Gesundheit, er half mir durch eine schwierige Phase in meiner Ehe, bevor mein Partner und ich uns trennten, und parkrun brachte mich mit Menschen zusammen, die ich sonst nie getroffen hätte.

 

Glücklicherweise konnte ich während des ersten Jahres meiner Chemo- und Immuntherapie, die in einem dreiwöchigen Zyklus stattfand, weiterhin bei parkrun dabei sein. In der ersten Woche war ich in der Regel zu krank, aber in den anderen Wochen war ich am Start!

 

Krebs im vierten Stadium bedeutet, dass es keine Heilung gibt – zumindest nicht im Moment -, also muss ich meinen Zustand in den Griff bekommen und meine Behandlungen fortsetzen. Anfang dieses Jahres haben Scans gezeigt, dass der Krebs auf mein Gehirn übergegangen ist, so dass ich eine Strahlenbehandlung und eine viel stärkere Chemotherapie erhalten habe. Ich verlor meine Haare, fühlte mich miserabel und sah viel mehr aus wie man sich einen Krebspatienten vorstellt. Fast acht Monate lang konnte ich nicht zu parkrun gehen, und ich vermisste den sozialen Aspekt mehr als alles andere.

 

Am vergangenen Wochenende konnte ich jedoch endlich wieder an meinem parkrun teilnehmen. Da ich nicht Auto fahren darf, hat mich ein Freund mitgenommen. Ich bin mit einem anderen freiwilligen Helfer gelaufen. Es war erstaunlich, wie schnell ich mich besser fühlte, als hätte mir jemand einen Zaubertrank gegeben. parkrun hilft mir, mich zu entspannen, ich kann mich konzentrieren und er ist gut für meine körperliche und geistige Gesundheit. Außerdem verschafft es mir eine Stunde in der Woche, in der ich völlig vergesse, dass ich Krebs habe – während parkrun denke ich ehrlich gesagt nicht darüber nach.

 

Ich weiß, dass es da draußen viele Menschen gibt, die an Krebs erkrankt sind. Und es gibt noch viel mehr, die mit Menschen leben, die Krebs haben. Aus meiner Erfahrung kann ich nur raten, zu versuchen, unter der Woche ein bisschen aktiv zu sein. Außerdem ist es gut,  die Teilnahme an parkrun an das jeweilige Befinden anzupassen. Wenn Du Lust hast, zu laufen oder zu walken, ist das großartig! Aber vergiss nicht, wie gut sich auch freiwillige Hilfe anfühlt. Ich war besorgt, dass ich im letzten Moment als Schlussbegleitung ausfallen könnte. Also habe ich dafür gesorgt, dass ich eine Aufgabe hatte, bei der es noch andere Freiwillige gab. Das gilt zum Beispiel für das Scannen von Barcodes, denn hier können viele Leute einspringen und helfen, wenn es nötig ist.

 

Das Leben mit Krebs kann sehr anstrengend sein. Daher ist jede Gelegenheit, die Krankheit zu vergessen und etwas zu tun, was auch andere Menschen tun, die nicht krank sind, ein großer Gewinn für meine Lebenseinstellung und meine psychische Gesundheit. Das sollte auch jeder Mediziner im Hinterkopf haben.

 

Beck Brown

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